BUBBLE 2 erfolgreich gestartet!

BUBBLE 2 erfolgreich gestartet!

Am 17.06.2021 war der lang ersehnte Tag gekommen, BUBBLE 2 durfte nach einem Jahr Verspätung aufgrund von Corona endlich starten!

30°C Außentemperatur in Stuttgart und das Team versammelte sich, mit negativen Corona-Tests, auf dem Universitätscampus in Vaihingen, um die letzten Vorbereitungen für den Ballonstart zu erledigen. Batterien tauschen, Schnüre, Gondel und Fallschirm bereitlegen und um die Ground Station fertig aufzubauen. Dabei mussten die Software von den mobilen Bodenstationen noch auf genügend Laptops eingerichtet werden, so dass in jedem der drei Verfolgungsautos das Tracking des Ballons möglich war. 

Gegen 12:30 waren alle Vorbereitungen getroffen, alle Sachen gepackt und die Gondel und das Helium wurden an den Startplatz gebracht. Dort hat das Team einen Pavillon aufgebaut für etwas Schatten und hat begonnen die Gondel fertig zusammenzustellen und alle Funktionen zu prüfen. Nebenbei wurde der Ballon befüllt.  Gegen kurz vor 16 Uhr war alles bereit und BUBBLE 2 ist gelauncht.

Eine Flugzeit von grob 3 Stunden wurde berechnet mit einem ungefähren Landeort nördlich von Bretten. An einem windstillen Tag fliegt der Ballon nicht allzu weit weg, was die Verfolgung gemütlicher macht, daher konnte auch an diesem Tag erst alles aufgeräumt, die Wasserflaschen aufgefüllt und ein Eis gegessen werden. Anschließend machten sich drei Verfolgungsautos auf den Weg. Über die in der Gondel integrierten Trackingsysteme konnte nun die Position von BUBBLE 2 genau ausgemacht werden und die Flugroute verfolgt werden. Sowohl die mobilen als auch die stationären Bodenstationen konnten gut Daten empfangen. Auf einer Höhe von knapp 36km platze der Ballon und die Gondel fiel im freien Fall, bis der Fallschirm in der dichter werdenden Atmosphäre bremsen konnte. Die letzten Kilometer glitt BUBBLE 2 sanft mit 5 m/s zu Boden. Die Autos fuhren den ungefähren Landeort von verschiedenen Richtungen an, um die Chance zu erhöhen die Gondel schnell bergen zu können. Dies ist wichtig, wenn zum Beispiel ein Fluss in der Nähe ist, um die Systeme rechtzeitig retten zu können.

Alle drei Verfolgungsautos hatten sich kurz vor der Landung im Umkreis des voraussichtlichen Landeortes versammelt uns eines konnte sogar die Gondel beim Abstieg beobachten. Es war eine unspektakuläre Landung im Feld, weit weg von Straßen und Ortschaften und bei der Bergung konnten keine Beschädigungen an der Gondel oder der Elektronik festgestellt werden. Also ein erfolgreicher Flug.

Der gesamte Flug wurde von unserer GoPro gefilmt, liefert atemberaubende Aufnahmen und kann in voller Länge auf Youtube angesehen werden.

Die Datenauswertung bringt nun auch BUBBLE 3 sehr viel weiter, da wir nun wissen, welche unserer Systeme hervorragend funktioniert haben und wo es noch Schwachstellen gibt. Unserem Ziel ein Plug-and-Play System für Höhenforschungsballons zu entwickeln sind wir an diesem Tag ein großes Stück näher gekommen!

BUBBLE 2 führt erfolgreichen Systemtest durch – bereit zum Start!

BUBBLE 2 führt erfolgreichen Systemtest durch – bereit zum Start!

Jetzt, wo die Temperaturen steigen und die Winterwinde endlich fort sind, hat BUBBLE 2 erfolgreich seinen Systemtest absolviert – ein kritischer Meilenstein bei den Startvorbereitungen. Während des 2,5 Stunden dauernden Testlaufs wurde jede Funktion wie zum Beispiel die zuverlässige Funkverbindung, das Verhalten der Batterie oder die korrekte Datenaufzeichnung getestet und keine Probleme festgestellt. Zusätzlich hat das Team die Gelegenheit genutzt und abschließende Vorbereitungen für den Start durchgeführt. Ein endgültiges Datum für diesen wurde aber noch nicht festgelegt, da das aufgrund der starken Abhängigkeit von Wetter und Flugpfadvorhersage erst sehr kurzfristig geschehen kann. Allerdings peilen wir einen Starttermin an, welcher noch im Juni 2021 liegt.

BUBBLE ist der Name des Höhenforschungsprogramms und der Ballons der studentischen Kleinsatellitengruppe der Universität Stuttgart. BUBBLE 2 ist, ähnlich wie BUBBLE 1, mit einem Sensor zur Messung der Himmelshelligkeit ausgestattet, welcher in einer Kooperation mit dem Institut für Raumfahrtsysteme betrieben wird. Der Höhenforschungsballon wird eine 2 kg Gondel mit dem Sensor an Bord auf eine maximale Flughöhe von 35.000 m tragen, wo der Ballon platzen und die Gondel sicher an einem Fallschirm auf die Erdoberfläche zurückkehren wird. Das BUBBLE-Team wird die Funkübertragungen des Ballons empfangen und so die Gondel lokalisieren und nach der Landung bergen können.

BUBBLE-Team testet Tracking- & Recovery

BUBBLE-Team testet Tracking- & Recovery

Bauen beginnt, Testen läuft

Bauen beginnt, Testen läuft

Bauen beginnt, Testen läuft

Langsam aber sicher entsteht BUBBLE1. Jedes Subsystem ist produktiv am planen, bauen, coden und testen. Nur Presse Arbeit ist etwas hinter dem Zeitplan.

Mechanik

Das Mechanik Subsystem hat das Grundgerüst der beiden Pyramiden gefertigt und die Abdeckungen sind ebenfalls zurecht geschnitten. Die Abdeckungen können simpel mit jeweils 2 Schrauben befestigt werden und werden für den Flug zusätzlich angeklebt.

Computer Elektronik und Software

Der Computer unserer Gondel besteht aus einem Raspberry Pi mit einem Pi In The Sky Modul. Das Grundgerüst der Software ist komplett gebaut und die Kommunikation innerhalb der Gondel, zu dem Nutzlast Computer funktioniert ebenfalls. Als nächstes muss die echte Nutzlast angeschlossen werden. Genauso kommt noch ein Durchlauf des Computerprogramms des Fluges, nur mit Akku.

Flight Systems

Unser Subsystem Flight Systems kümmert sich um die Planung des Fluges, genauso auch der Vorberechnung, wie weit und hoch BUBBLE fliegen wird.
Zuletzt wurde der Fallschirm fliegen bzw fallen gelassen. Es fehlt nur noch das Helium und der Starttermin.

Bodenstation

Unsere Arbeiten an der Bodenstation kommen ebenfalls in die letzte Phase.
Wir können die gesendeten Daten empfangen und sammeln sie bereits in einer Datenbank. Zusätzlich können wir gesendete Daten von der Wettersonde in das online Tool ein und auslesen.

Derzeit stehen die Vorbereitungen für die Verfolgung Autos und deren mobile Bodenstationen an. Wir werden mit zwei Autos unseren Ballon jagen und brauchen dafür Empfangskomponenten und entsprechende Software für die (Bei-) Fahrer.