ROACH bei der Integration Week

ROACH bei der Integration Week

ROACH bei der Integration Week

Shakertest bestanden, Pyrocutter gezündet & Rover einsatzbereit

Sechs KSat'ler fuhren bei dichtem Schneetreiben am Sonntag, 10.12.2017, von der Uni Stuttgart zum Zentrum für Angewandte Raumfahrt (ZARM) an der Uni Bremen. Das ZARM ist weithin durch seinen rund 200 m hohen Fallturm sichtbar.

Am ZARM wurde ROACH vollständig montiert und mit letzten, kleineren Änderungen versehen. Experten besahen den Experimentaufbau. Im Allgemeinen kam ROACH sehr gut an, allerdings wurde ein zusätzlicher Schutz des benachbarten Experiments auf der Rakete, REXUS 24, gefordert. Dieser wurde kurzerhand vor Ort nachgebessert.

Anschließend kam ROACH auf den Shaker, ein großer Tisch mit welchem Vibrationen im Modul und im Experiment induziert werden. Diese Schwingungen entsprechen etwa denen beim Start. ROACH war allerdings so sicher montiert, dass weder Schäden noch lose Komponenten zu verzeichnen waren. Es wurden zwei Tests gemacht, einer mit einer Sinusschwingung steigender Frequenz und ein anderer mit zufälligem Rauschen.

Nach dem Shakertest wurde das Experiment, so wie auch beim realen Flug geplant, aktiviert. Die Verspannung des Rovers wurde mithilfe eines Pyrocutters gelöst. Ein Pyrocutter ist ein Gerät, das mithilfe einer pyrotechnischen Ladung eine Schneide auslöst, welche den Spanndraht zerschneidet. Der nunmehr freigesetzte Rover wurde eingeschaltet und bewegte sich erfolgreich aus seinem Hangar. Damit kann der Test als erfolgreich betrachtet werden.

Pyrocutter Compilation

Training Week ROACH-RX

Training Week ROACH-RX

Im Rahmen des Deutsch-Schwedischen Programms REXUS-BEXUS reiste eine Delegation unseres Projektes ROACH-RX, zusammen mit den anderen Teams des Programms aus Deutschland und ganz Europa, in der Woche vom 20. bis zum 24. Februar 2017 zum DLR-Standort Oberpfaffenhofen um dort an der „Training Week“ teilzunehmen.

Unser Team durfte als am Montagmorgen beim PDR (Preliminiary Design Review) präsentieren. In der anschließenden Fragestunde mit Experten von DLR, SNBC und ESA wurde unser Konzept besprochen und beurteilt.

Neben unserer erfolgreichen PDR-Präsentation war die Woche mit weiterführenden und ergänzenden Vorträgen zur Durchführung unserer Projekte ausgefüllt. Nicht nur Themen wie die thermische und mechanische Auslegung der Experimente, sondern auch das Design der Software und der Elektronik sowie eine gute Projekt- und Teamstruktur wurden angesprochen. Zum Abschluss bekamen alle Teams nochmals die Chance in der „Ask the Experts Session“ sämtliche noch offene Fragen zu stellen und Details an den Konzepten auszuarbeiten.

Da wir die anderen Teams aus Europa bisher noch nicht kennengelernt hatten, wurde uns die Möglichkeit geboten unsere Projekte gegenseitig zu präsentieren und bei sozialen Events wie gemeinsamen Ausflügen (zB zum Kloster Andechs) und gemeinsamen Abendessen Kontakt zueinander herzustellen.

Das Highlight der Woche war die Führung am Donnerstagabend durch das Testzentrum von IABG in Ottobrunn mit einer anschließenden Feier auf bayrische Art mit Bier, Essen und Kuchen.

Der letzte Tag beinhaltete eine Führung durch das GSOC (German Space Operations Centre). Wir erhielten ausführliche Informationen zur ISS, dem Columbus-Modul und den Missionen, welche von hieraus gesteuert werden und bekamen sogar die entsprechenden Kontrollräume zu sehen. Zum Schluss wurde die Training Week mit einer kleinen Abschlusszeremonie beendet.

Als Nächstes offizielles Ereignis steht das CDR (Critical Design Review) im Juli an. Bis dahin werden erste Tests durchgeführt und das Design von ROACH-RX finalisiert.

Offizieller Startschuss für ROACH

Offizieller Startschuss für ROACH

Wir haben nun die offizielle Zusage des DLR auf einen Platz im REXUS Programm. Als nächstes ist nun bis zum 27. Januar das erste Student Experiment Document (SED) einzureichen, gefolgt von einer Training Week mit anschließendem Preliminary Design Review (PDR) vom 20. Bis 24. Februar 2017 in Oberpfaffenhofen.

Diese Woche haben wir einen großen Workshop am Laufen. Es sind die Anmerkungen des DLR-Teams umzusetzen und die kritischsten Komponenten zu testen. U. a. sind die mögliche Kraft der Adhäsionspads, die Funktionstüchtigkeit des Aufzugsdesigns und die Softwarestruktur zu überprüfen. Seitens des DLR wurde die Komplexität des Projekts beanstandet und vorgeschlagen, den Aufzug zu priorisieren. Wie sonst auch können sich jederzeit neue Teammitglieder einbringen. Insbesondere Unterstützung in den Bereichen Elektronik und Programmierung ist immer gern gesehen. (Anfragen an kontakt( @ )ksat-stuttgart.de)

Anfang Januar und Mitte Februar sind weitere Workshops angesetzt, um jeweils das SED und das PDR vorzubereiten.

Weitere Informationen zu -> ROACH.

Pressemeldungen von -> DLR und -> ESA.

ROACH: Bewerbung für REXUS 22/23 Zyklus angekündigt

ROACH: Bewerbung für REXUS 22/23 Zyklus angekündigt

Nach einem Ideenworkshop, einer Präsentationsrunde mit Diskussion und zwei Abstimmungen steht nun das Projekt fest mit dem wir in die Nächste REXUS/BEXUS Runde 2017/2018 einsteigen wollen:

ROACH: Robotic in-Orbit Analysis of Cover Hulls.

Thema des neuen Projektes ist ein kleiner, kabelgebundener Roboter, der per Elektroadhäsion an der Außenhüllen von Strukturen entlangfahren kann. Dieser ist mit Sensorik bestückt um die Oberflächenbeschaftenheit der Hülle zu untersuchen. So kann zum Beispiel nach Beschädigungen durch Einschläge von Weltraumschrott und Mikrometeoriten oder Materialermüdung gesucht werden.

Mehr Informationen und Grafiken sind unter dem ROACH Beitrag im Reiter Missionen zu finden.