Studierende der Universität Stuttgart haben sich auf ein Höhenforschungsexperiment beworben – Chance zum Mitmachen

Studierende der Universität Stuttgart haben sich auf ein Höhenforschungsexperiment beworben – Chance zum Mitmachen

Rocket EXperiments for University Students

REXUS ist ein Programm des DLR in Kooperation mit der schwedischen Raunfahrtagentur SNSA, und soll Studierenden europäischer Universitäten die Durchführung von Experimenten auf Höhenforschungsraketen ermöglichen. Vor kurzem haben sich auch Studierende der Studentischen Kleinsatellitengruppe der Universität Stuttgart (KSat e.V.) auf dieses Programm beworben, mit einem Roboter, der sich in der Schwerelosigkeit auf den Oberflächen von Raumfahrzeugen fortbewegen können soll.

Ziele, Herausforderungen und Möglichkeiten

Ein wesentlicher Teil des Projektes besteht aus der Ausbildung von Studierenden. Deshalb werden auch alle Arbeiten – vom CAD-Design über die Elektronikentwicklung bis hin zur Öffentlichkeitsarbeit – von diesen selbst ausgeführt, wobei sie natürlich Feedback von Experten erhalten. Alle paar Monate werden die Zwischenergebnisse von einer Expertenjury begutachtet und diskutiert. Auf diese Weise können sich Studierende nicht nur fachlich fortbilden, sondern auch Prozesse der Raumfahrtindustrie kennen lernen, da die genannten Zwischenergebnisse anhand von vereinfachten Kontrollprozessen aus der Raumfahrtindustrie überprüft werden.

Einfacher Einstieg für alle Studierenden – ab dem ersten Semester

Das hört sich sehr kompliziert und zeitaufwändig an. So scheint es jedoch nur. Da es für viele Schritte bereits Material von früheren Missionen gibt, einige Professoren das Projekt unterstützen und ein komplettes Team daran arbeitet, eröffnet das Projekt im Rahmen des REXUS Programmes nicht nur Studierenden kurz vor einem Abschluss, sondern auch aus den unteren Semestern eine Teilnahme. Das Stuttgarter Team ist für Interessierte offen und nimmt gerne weitere Mitstreiter auf. Das heißt: Auch du kannst, bei Interesse, teilnehmen.

Vorbeikommen – Kennenlernen – Mitmachen

Treffen

Wer Teil dieses Teams werden will, kann am 13. November um 13:10 zum Teamtreffen im Pfaffenwaldring 29 (Besprechungsraum 1. OG) kommen.

Ansprechpartner

Matthias Burk: burk( @ )ksat-stuttgart.de
Sandro Schönhoff: schoenhoff( @ )ksat-stuttgart.de

Anschrift

Studentische Kleinsatellitengruppe der Universität Stuttgart e.V.
Amtsgericht Stuttgart, Registernummer: 721583
Vorstand: Lena Bötsch, Franziska Hild, Adrian Čaušević
Anschrift: Pfaffenwaldring 29, 70569 Stuttgart www.ksat-stuttgart.de

 

Bauen beginnt, Testen läuft

Bauen beginnt, Testen läuft

Bauen beginnt, Testen läuft

Langsam aber sicher entsteht BUBBLE1. Jedes Subsystem ist produktiv am planen, bauen, coden und testen. Nur Presse Arbeit ist etwas hinter dem Zeitplan.

Mechanik

Das Mechanik Subsystem hat das Grundgerüst der beiden Pyramiden gefertigt und die Abdeckungen sind ebenfalls zurecht geschnitten. Die Abdeckungen können simpel mit jeweils 2 Schrauben befestigt werden und werden für den Flug zusätzlich angeklebt.

Computer Elektronik und Software

Der Computer unserer Gondel besteht aus einem Raspberry Pi mit einem Pi In The Sky Modul. Das Grundgerüst der Software ist komplett gebaut und die Kommunikation innerhalb der Gondel, zu dem Nutzlast Computer funktioniert ebenfalls. Als nächstes muss die echte Nutzlast angeschlossen werden. Genauso kommt noch ein Durchlauf des Computerprogramms des Fluges, nur mit Akku.

Flight Systems

Unser Subsystem Flight Systems kümmert sich um die Planung des Fluges, genauso auch der Vorberechnung, wie weit und hoch BUBBLE fliegen wird.
Zuletzt wurde der Fallschirm fliegen bzw fallen gelassen. Es fehlt nur noch das Helium und der Starttermin.

Bodenstation

Unsere Arbeiten an der Bodenstation kommen ebenfalls in die letzte Phase.
Wir können die gesendeten Daten empfangen und sammeln sie bereits in einer Datenbank. Zusätzlich können wir gesendete Daten von der Wettersonde in das online Tool ein und auslesen.

Derzeit stehen die Vorbereitungen für die Verfolgung Autos und deren mobile Bodenstationen an. Wir werden mit zwei Autos unseren Ballon jagen und brauchen dafür Empfangskomponenten und entsprechende Software für die (Bei-) Fahrer.

KSat e.V. stellt sich vor

KSat e.V. stellt sich vor

KSat e.V. stellt sich vor

KSat e.V. ist eine 2014 gegründete Hochschulgruppe mit inzwischen 65 Mitgliedern, unverändert fasziniert vom Weltraum und engagiert, diesen für Studierende zugänglich zu machen – mit eigenen Experimenten und Missionen. Wir vernetzen Studierende untereinander, mit Industrie und Instituten.

Zu Beginn des Semesters wollen wir neue Weltraum-Enthusiasten, angehende Ingenieure und Wissenschaftler einladen, Teil von KSat zu werden. Wir stellen uns vor und beantworten Fragen – Interessierte jeder Studienrichtung sind herzlich eingeladen. Sei Teil einer  jungen, zielstrebigen und ambitionierten Hochschulgruppe und realisiere deine eigenen Visionen und Experimente – auch schon im ersten Semester.

Sei am 24. Oktober 2018 um 13:30 bei unserer großen Einführungsveranstaltung dabei- wir treffen uns im Gebäude des Raumfahrtzentrums Baden-Württemberg (Pfaffenwaldring 29, Mediathek  im Erdgeschoss).

Rückblick

KSat konnte sich erfolgreich mit Experimenten schon zweimal beim REXUS/BEXUS- und einmal beim Überflieger-Programm des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt (DLR) bewerben. Mirka2-RX war unser erstes REXUS-Experiment und startete im März 2016 auf einer Höhenforschungsrakete vom Esrange-Space-Center im Norden von Schweden (Kiruna). Im März 2018 waren wir mit ROACH Teil der REXUS24-Forschungsrakete, welche leider einen nicht-nominalen Flug hatte. Dies hatte zur Folge, dass die auf ihr befindlichen Experimente nicht alle durchgeführt werden konnten. PAPELL erreichte im Sommer 2018 als erstes unserer Projekte eine orbitale Höhe und befindet sich derzeit noch an Bord der ISS.

Besuche die Missionsseiten für eine genaue Beschreibung unserer Experimente.

Ausblick

CanSat-Challenge

Mit der CanSat-Challenge bieten wir euch an, unter Betreuung ein eigenes Experiment zu bauen. Die Herausforderung: Es muss die Form einer 330-ml-Getränkedose haben. Der besondere Reiz: Ihr werdet in wenigen Monaten den Ablauf eines Raumfahrtprojektes kennenlernen und durchlaufen – vom preliminary design bis zum Abwurf von einer Forschungsrakete oder Drohne.
Die Challenge ist besonders für Einsteiger geeignet.

ROACH 2

Make ROACH great again! Wir lassen uns vom missglückten Flug der REXUS24 nicht unterkriegen und haben uns erneut beim deutsch-schwedischen REXUS-Programme beworben, um Anfang 2020 eine verbesserte Version unseres Rovers fliegen zu können. Seid dabei, diesen über das Jahr 2019 zu entwickeln, zu bauen und zu testen! Highlights sind der elaborierte Ablauf des Programmes und die Betreuung durch Mitarbeiter von DLR, SSC, ZARM, ESA und mehr.

Mitmachen können alle: Von Erstis bis zu alteingesessenen Masteranden.

SOURCE

Unser Projekt SOURCE verfolgt das ambitionierte Ziel, einen 3-Unit-Cubesat zu bauen. Wir entwickeln einen kompletten Satelliten mit Betreuung und Unterstützung durch das Institut für Raumfahrtsysteme (IRS). Die Teilnahme an dieser Mission kann auch als fachaffine* oder fachübergreifende** SQ angerechnet werden.

Eine gewisser Fortschritt im Studium ist für die Teilnahme hilfreich, aber nicht zwingend notwendig.

 

Bei Fragen stehen wir jederzeit per E-Mail an kontakt( @ )ksat-stuttgart.de zur Verfügung.


* Bachelor und Master Luft- und Raumfahrttechnik

** alle anderen Bachelor und Masterstudiengänge an der Uni Stuttgart

 

PAPELL-Launch (zum Ersten): Der Reisebericht

PAPELL-Launch (zum Ersten): Der Reisebericht

PAPELL Launch (zum Ersten): Der Reisebericht

By Sandro Schönhoff & Daniel Bölke

Eigentlich sollte diese Reise den Start unseres Experimentes zur Internationalen Raumstation (ISS) markieren. Leider wurde dieser jedoch - für uns relativ kurzfristig - nochmals verschoben, was in der Raumfahrt doch des Öfteren vorkommt. Jedoch war schon alles gebucht und das Programm der Firma NanoRacks, die unser Experiment PAPELL zur ISS bringt, sollte trotzdem stattfinden. Deshalb sind wir am 17. Mai mit insgesamt 19 Personen und 4 Flügen von Frankfurt aus in die USA nach Washington D.C. geflogen. Da wir relativ viele Personen waren, haben wir uns in 3 Gruppen aufgeteilt, die jeweils in einem eigenen Mietwagen gefahren sind.

Direkt nach der Ankunft in Washington D.C. wurden dann die Autos abgeholt und alle sind bei Überschwemmungen in Richtung Wallops Island, Virginia gefahren. Dort befindet sich ein Launch-Center der NASA, von dem aus unter anderem Versorgungsflüge zur ISS starten.

Am Freitagabend gab es dann ein gemeinsames Abendessen mit NanoRacks und Herrn Weppler, der beim DLR für den Überflieger-Wettbewerb verantwortlich ist, in der Stadt Chincoteague.

Nach viel zu wenig Schlaf ging es am nächsten Morgen weiter zum Wallops Flight Facility Visitor Center, wo wir als Zuschauer bei NASA-TV im Publikum saßen. Nachdem unser Start verschoben wurde, werden wir PAPELL auf Postern vor dem Start von SpaceX-15 vorstellen. Außerdem gab es vor Ort noch eine kleine Ausstellung über den Startplatz auf Wallops Island.

Später besuchten wir dann das Pre-Launch Briefing, in dem die Mission und einige Experimente vorgestellt wurden. Dort trafen wir auch den amerikanischen Astronauten Rick Mastraccio. Am Abend durften wir dann noch den Manager der ISS, Kirk Shireman, treffen und unser Projekt vorstellen, bevor es dann weiter zur Pre-Launch Party ging.

Einige Stunden später (für die meisten ganz ohne Schlaf) begann dann das eigentliche Launch-Event und wir wurden in Bussen mit Polizeieskorte zu den Zuschauerplätzen zwei Meilen vom Startplatz entfernt gebracht. Dort gab es ein leckeres Buffet und ein Treffen mit der Astronautin Kathryn Hire. Der Start selbst ist in der Realität nochmal deutlich beeindruckender als auf Videos. Eine Beschreibung in Worten würden der unglaublichen Helligkeit und dem durchdringenden Sound niemals gerecht werden.

Am nächsten Tag ging es dann für alle wieder nach Washington, wo wir das Büro von NanoRacks besuchen konnten. Auch die größeren Sehenswürdigkeiten wie das Weiße Haus und die beiden Luft- und Raumfahrt Smithsonian-Museen wurden natürlich von allen besucht. Damit war der offizielle Teil unserer Reise beendet und unsere Gruppe teilte sich auf. Ein Auto reiste wieder zurück, während der Rest noch fast 2 Wochen in den USA verblieb.

Auf unserem Weg nach New York machten wir noch Halt in Philadelphia und Atlantic City für jeweils 1 bis 2 Tage. Am ersten Juni trennten sich dann auch die zwei verbleibenden Autos und eines davon fuhr noch nach Canada zu den Niagarafällen. Am 4. Juni traten dann alle den Rückflug an. Es folgen noch ein paar Impressionen der Reise:

PAPELL-Launchevent

PAPELL-Launchevent

Am Freitag, den 29. Juni 2018, wird unser Experiment PAPELL an Bord von SpaceX CRS-15 vom Kennedy Space Center, Florida, starten und zur ISS fliegen.

Wir laden herzlich zur Feier des sicheren Flugs unseres Experiments ein. Es wird Vorträge über PAPELL sowie den Photobioreaktor des IRS geben, welcher ebenfalls in kürze zur ISS abhebt. Anschließend schauen wir gemeinsam den Livestream von SpaceX. Die Veranstaltung läuft von 9:30 - 12:30.

Expertenbesuch bei PAPELL

Expertenbesuch bei PAPELL

Im Rahmen des Überflieger-Projektes des DLR erhielt das PAPELL-Team Besuch von drei Experten der Raumfahrt-Unternehmen DreamUp und Nanoracks aus den USA.

Ziel des Besuches war es, dass sich unsere amerikanischen Partner zum ersten Mal persönlich ein Bild vom Fortgang des Projektes machen können. Unser Fortschrittsbericht wurde dabei sehr positiv aufgenommen.

Im Anschluss folgte eine Vorführung aller wichtigen Funktionskomponenten (Experimentierbereich 2, Aktuatoren, Bordcomputer/Stromversorgung, Sensoren). Der Übersichtlichkeit halber wurde auf eine komplette Montage verzichtet, zudem wurde statt des Ferrofluids gefärbtes Wasser zur Vorführung verwendet. Dies hat jedoch keinen Einfluss auf die durchgeführten Tests. Der Experimentierbereich 1 war aus Zeitgründen noch nicht einsatzbereit, was aber kein großes Problem darstellte, da dessen Einzelkomponenten vorab getestet worden waren. Er ist außerdem funktionstechnisch identisch zum heute getesteten Experimentierbereich 2. Auch waren die Injektoren für die Feststoffkügelchen im Experimentierbereich 2 mechanisch noch nicht voll funktionsfähig, da die Kugeln sich gelegentlich im Feststoffreservoir verklemmten. Eine weitere Iteration, mit der das Problem behoben wird, ist bestellt.

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Martin Siedorf: Mitglied des Software Teams für PAPELL
Wir haben über's Wochenende ordentlich geackert und jetzt geht deutlich mehr. Nicht alle Tests konnten durchgeführt werden aber das war für unsere Gäste vollkommen in Ordnung. Wir haben ihnen gezeigt, dass wir das schaffen!

 

Die größte Sorge der Besucher, dass die Magnetfeldstärke im Betrieb groß genug sein könnte, um die Funktionsfähigkeit anderer Module der Internationalen Raumstation (ISS) zu stören, wurde erfreulicherweise nicht bestätigt. Im Gegenteil, die gemessenen Werte blieben weit unter dem kritischen Wert. Von diesem Aspekt aus steht dem Betrieb auf der ISS nichts im Wege.
Auch sonst verliefen alle durchgeführten Tests wie erwartet, größere Schwierigkeiten blieben glücklicherweise aus.
Zudem wurde ein Durchbruch erzielt: Erstmals konnte ein Ferrofluid-Tropfen zwischen mehr als zwei Magneten ohne Rückstände auf der Experimentenoberfläche bewegt werden.

Abgerundet wurde der Besuch mit einer Führung durch das Institut für Raumfahrtsysteme der Universität und dessen Labore durch Herrn Priv.-Doz. Dr. Herdrich und eine Begrüßung von Institutsleiter Prof. Dr. Fasoulas. Im Anschluss folgte ein gemeinsames Abendessen, an dem neben den US-Experten viele KSat-Mitglieder teilnahmen.

ROACH bei der Integration Week

ROACH bei der Integration Week

ROACH bei der Integration Week

Shakertest bestanden, Pyrocutter gezündet & Rover einsatzbereit

Sechs KSat'ler fuhren bei dichtem Schneetreiben am Sonntag, 10.12.2017, von der Uni Stuttgart zum Zentrum für Angewandte Raumfahrt (ZARM) an der Uni Bremen. Das ZARM ist weithin durch seinen rund 200 m hohen Fallturm sichtbar.

Am ZARM wurde ROACH vollständig montiert und mit letzten, kleineren Änderungen versehen. Experten besahen den Experimentaufbau. Im Allgemeinen kam ROACH sehr gut an, allerdings wurde ein zusätzlicher Schutz des benachbarten Experiments auf der Rakete, REXUS 24, gefordert. Dieser wurde kurzerhand vor Ort nachgebessert.

Anschließend kam ROACH auf den Shaker, ein großer Tisch mit welchem Vibrationen im Modul und im Experiment induziert werden. Diese Schwingungen entsprechen etwa denen beim Start. ROACH war allerdings so sicher montiert, dass weder Schäden noch lose Komponenten zu verzeichnen waren. Es wurden zwei Tests gemacht, einer mit einer Sinusschwingung steigender Frequenz und ein anderer mit zufälligem Rauschen.

Nach dem Shakertest wurde das Experiment, so wie auch beim realen Flug geplant, aktiviert. Die Verspannung des Rovers wurde mithilfe eines Pyrocutters gelöst. Ein Pyrocutter ist ein Gerät, das mithilfe einer pyrotechnischen Ladung eine Schneide auslöst, welche den Spanndraht zerschneidet. Der nunmehr freigesetzte Rover wurde eingeschaltet und bewegte sich erfolgreich aus seinem Hangar. Damit kann der Test als erfolgreich betrachtet werden.

Pyrocutter Compilation

SpaceUp Stuttgart 23.07.2017

SpaceUp Stuttgart 23.07.2017

KSat hat die Schirmherrschaft über die diesjährige SpaceUp am 23.07.2017 am IRS / RZBW in Stuttgart übernommen. Eine SpaceUp ist eine informelle Raumfahrtkonferenz mit Fokus auf studentischer Forschung. Jeder Raumfahrtinteressierte ist eingeladen! Selbstverständlich wird auch KSat mit den neuesten Projekten PAPELL & ROACH vertreten sein.

Weitere Informationen sowie eine Anmeldeformular sind auf www.spaceup.org/stuttgart zu finden. Bis bald!

PAPELL ist Teil von Überflieger

PAPELL ist Teil von Überflieger

Das Team um PAPELL konnte sich mit ihrem Experimentvorschlag im Überflieger Wettbewerb durchsetzen. Mit der Auswahl wird das Experiment PAPELL als Teil der Mission 2018 von Alexander Gerst auf die internationale Raumstation fliegen.
Die Entwicklung der Experimenthardware beginnt in Kürze, erste Prototypen sind bereits im Entstehen.

Neben PAPELL haben sich auch die Experimente ARISE und EXCISS qualifiziert, welche beim Verständnis bei der Sonnensystementstehung helfen sollen.

Herzlichen Glückwunsch!

Überflieger Wettbewerb:
http://www.dlr.de/dlr/desktopdefault.aspx/tabid-10081/151_read-22352/

http://www.dlr.de/dlr/desktopdefault.aspx/tabid-10452/648_read-20449/year-all/

Papell: Überflieger Auswahlworkshop Bonn

Papell: Überflieger Auswahlworkshop Bonn

Drei Delegierte des PAPELL Teams haben am Auswahlworkshop für den Überflieger-Wettbewerb teilgenommen und sind dafür zum DLR Raumfahrtmanagement nach Bonn gereist.

Trotz des doch eher dürftigen Wetters verlief die Anreise gut, auch das Hotel erwies sich als äußerst komfortabel. Am Abend des Ankunftstages wurde noch einmal gewissenhaft die Präsentation geprobt, bevor bei einem Abendessen der Abend ausklang.

Der nächste Morgen begann um 10 Uhr mit einer kurzen Begrüßung von Johannes Weppler, dem Projektleiter des Überflieger-Wettbewerbs. Gefolgt von der ersten Experimentpräsentation ELVIS. Hier sollen 5 mm große Glasmurmeln 5 cm große Eisfragmente der Saturnringe repräsentieren und deren Kollisionsverhalten untersucht werden. Das nächste Experiment hieß DUST. Dieses Experiment soll eine Machbarkeitsstudie zum Metall-3D-Drucken darstellen, hierbei wurde allerdings nur die Verteilung der Metallspäne im Druckbereich untersucht und kein Laser verwendet. Die Metallspäne sollen mit einem Magnetfeld festgehalten werden. Eine vielversprechende Präsentation kam von 3D-DOS, welche gerichtete Dosimeter auf Szintillatoren-Basis verwenden wollen, um allgemein Teilchenstrahlung zu detektieren. Als letztes Team des ersten Tages trug FORALEX ihre Experimentidee vor. Hierbei geht es um Foraminiferen (Einzeller), die unter Mikrogravitation leben und dabei Aufschlüsse um ihre Kalkschalenbildung geben sollen.

Im Anschluss an die Mittagspause hielt ein Mitarbeiter des DLR einen sehr interessanten Vortrag zum Thema Projektmanagement. Hierbei ging es um die Planung und die Durchführung eines Projektes und die formalen Vorgaben seitens des DLR und der ESA.

Der abschließende Fragenteil lief so ab, dass sich die Teams in der Reihenfolge der Vorträge den Fragen der vier Experten stellen mussten. Die Fragen deckten alle Bereiche der Experimente sowie vor allem kritische Bereiche ab, um den Experten die Möglichkeit zu geben, die Projekte besser zu verstehen.

Der Tag klang mit einem leckeren Abendessen in der Pizzeria L’Osteria, bei anregenden und informativen Gesprächen über die einzelnen Experimentideen aus. Für unsere Delegation ging es nicht zu spät ins Bett, da am zweiten Tag unsere eigene Präsentation anstand.

Am nächsten Morgen startete um 9 Uhr die nächste Präsentation. Das Team LEOPaRD stellte ihr Experiment über Radioaktivitätsmessungen auf Photomultiplier-Basis vor. Danach präsentierte das Team von EXCISS ihr Projekt, bei dem sie Grundbausteine des Sonnensystems durch Reaktionen in Staub durch elektrische Lichtbögen entstehen lassen wollen. Um 10 Uhr war dann unser Team mit ihrer Präsentation an der Reihe. Die aufwändigen Animationen und das hoffentlich bald veröffentlichte PAPELL-Video kamen besonders gut an. ARISE schloss die Experimentpräsentationen ab. Hier soll die Klumpenbildung geladener kosmischer Staubteilchen untersucht werden. Diese Gruppe hatte auch bereits einige Tests im ZARM Fallturm durchgeführt und spannende Ergebnisse vorgestellt. Anschließend hielt eine Mitarbeiterin des DLR einen sehr interessanten Vortrag über Risikomanagement beim DLR. Hierbei ging es um die Risikoeinschätzung, Risikoklassifizierungen sowie um die formalen Vorgaben.

Nach der Mittagspause wurde die Gerst-Mission vorgestellt, wobei das Augenmerk vor allem auf der kommenden Mission im Frühjahr 2018 lag. Im Anschluss wurde wieder ein Fragenteil wie am Vortag durchgeführt. Bei unserem Projekt bezog sich der überwiegende Teil der Fragen auf zukünftige Anwendungen der Ferrofluidpumpen-Technologie.

Und damit war der Auswahlworkshop des DLR auch schon vorbei und nachdem noch ein Bild mit Astronaut Gerhard Thiele gemacht worden war, trat unser Team die Rückfahrt nach Stuttgart an.

Wir danken für die zahlreichen informativen und innovativen Vorträge der anderen Teams und wüschen allen viel Erfolg bei der weiteren Auswahl!