ROACH2 Preliminary Design Review (PDR)

ROACH2 Preliminary Design Review (PDR)

ROACH2 Preliminary Design Review (PDR)

Auswahlworkshop in Bonn

Das PDR (Preliminary Design Review) unseres Projekts ROACH2 fand am 12. Februar 2019 im Rahmen einer Students Trainig Week am DLR in Oberpfaffenhofen statt.
ROACH2 ist, genau wie die Vorgängermission ROACH, teil des REXUS/BEXUS Programms, einem durch die deutschen und schwedischen Raumfahrtzentren (DLR und SNSA) finanziertes Programm. Es ist dazu da, Studierenden die Möglichkeit zu geben, Experimente zu entwickeln, die auf einer Rakete oder einem Ballon gestartet werden.
ROACH2, der auf einer Rakete mitfligen wird, ist ein Rover, der in der Schwerelosigkeit nur von Elektroadhäsion gehalten einen Parcours fahren soll.
Am ersten Tag der Students Training Week wurden uns das DLR und die SNSA, sowie die die ESA vorgestellt. Außerdem bekamen wir genauere Informationen, wie genau die Rakete aufgebaut ist und wie wir unser Experiment entwerfen müssen, damit es problemlos integriert werden kann. Beim Abendprogramm im Kloster Andechs hatten wir die Möglichkeit die anderen Teams kennenzulernen.
Über die Woche verteilt waren dann noch weitere Workshops zu Themen wie Wärmeisolierung, Softwareentwicklung, Energieversorgung, Flugvoraussetzungen, Flugsicherheit, und Systemtechnik, sowie über die nächsten Schritte. Zudem fanden die PDRs, 20-minütige Vorträge mit anschließender Befragung durch ExpertInnen, statt. Hierbei wurden uns ein paar Dinge genannt, die wir noch zu verbessern haben. Es gab auch die Gelegenheit, ExpertInnen zu Problemen zu befragen, ein Angebot, welches wir gerne angenommen haben. Zudem haben wir erfahren, auf welcher Rakete wir starten werden.
Am letzten Abend waren wir gemeinsam in der Flugwerft Schleißheim zu einem sehr gelungenen Abschluss.

SOURCE PDR

SOURCE PDR

SOURCE Preliminary Design Review

Am 21.02.2019 fand am Institut für Raumfahrtsysteme der Universität Stuttgart (IRS) das PDR von SOURCE statt.
Ziel des Tages war, die Projektphase B abzuschließen, in der das vorläufige Design des Satelliten aufgestellt worden war. Neben einem Projektmeilenstein für SOURCE stellte das Review für alle Teilnehmenden der angebotenen Schlüsselqualifikation eine Prüfungsleistung zum Abschluss des Semesters dar.
Außer den Reviewern, welche von dem Firmen Tesat-Spacecom, Thales Alenia Space und Airbus sowie vom DLR Bremen und der Baylor Universität kamen, durfte das SOURCE Team auch zahlreiche Gäste begrüßen. Darunter waren nicht nur Institutsangehörige des IRS und Mitarbeiter des SOURCE-Projektpartners IRAS, sondern auch Studierende des befreundeten studentischen Raumfahrtvereins TU Darmstadt Space Technology e.V. ("TUDSat"). Insgesamt konnte sich das SOURCE-Team über mehr als 70 Teilnehmende freuen.
Das Review begann um 10:00 Uhr mit dem Vortrag aller Subsysteme, der Systemingenieure und der Teamleitung. Innerhalb von etwa zwei Stunden wurde der bisherige Arbeitsstand am gesamten Satellitensystem vorgestellt. Bereits in der anschließenden Pause gab es viel Lob für die Ausdauer und Motivation mit der das Team an SOURCE arbeitet. Nachmittags hatten Reviewer und Gäste Zeit um Fragen zu stellen und Anmerkungen zu machen.
Im Anschluss an das Review zeigte sich die betreuende Hochschullehrerin Professorin Sabine Klinkner sehr zufrieden von der professionellen Durchführung des Reviews, „besonders gefreut hat mich wie souverän die Studierenden auf die Fragen der Experten geantwortet haben. Damit haben sie die Raumfahrtprofis richtig beeindruckt“.
Trotz des eher kühlen Wetters und hereinbrechender Dunkelheit ließ das SOURCE-Team auf dem Dach des Instituts den Abend ausklingen während sich das Review Board noch über den Ausgang des Reviews beriet.
Am Ende herrschte Einigkeit darüber, dass das Review Board ein Fortfahren mit Phase C empfiehlt, sobald alle RIDs (Review Item Discrepancies) bearbeitet wurden. Damit ist das Ergebnis des Reviews wie schon in Phase A ein sogenannter "Conditional Pass". Nun gilt es alle RIDs bis zum Beginn des nächsten Semesters zu schließen, um pünktlich in Phase C zu starten.
Das SOURCE Team bedankt sich bei allen Gästen und vor allem den Reviewern für das Interesse und Engagement mit dem diese das PDR von SOURCE möglich gemacht haben.

ROACH2 in REXUS Programm aufgenommen

ROACH2 in REXUS Programm aufgenommen

ROACH2 in REXUS Programm aufgenommen

Auswahlworkshop in Bonn

Nach unserer Bewerbung auf das REXUS Programm wurden wir zum Selection-Workshop nach Bonn eingeladen, um ROACH2 genauer vorzustellen. Aus diesem Grund machten sich drei Teammitglieder mit dem Zug auf den Weg nach Bonn.

Auf dem zweitägigen Event lernten wir dann alle deutschen Teams kennen, die sich auf das BEXUS und das REXUS Programm beworben hatten. Am Montag stellten sich alle Teams und Ihre Experimente für den Höhenforschungsballon BEXUS vor. Am Dienstag waren dann die Raketenexperimente an der Reihe. Neben den Vorstellungen der einzelnene Experimente und Teams gab es noch ein paar Vorträge über das Programm und Vorgehensweisen in der Raumfahrtindustrie, zum Beispiel Risikomanagement in der Raumfahrt.
Kurz vor Mittag war dann ROACH2 an der Reihe und wir stellten, in den uns zur Verfügung stehenden fünfundzwanzig Minuten, das Experiment vor. Danach gab es dann noch Fragen aus der Jury, bestehend aus Mitarbeitern der Programmpartner.

Die Rückmeldung

Am siebten Dezember kam dann die Rückmeldung des DLR, dass wir erneut ein Teil von REXUS sein dürfen. Damit beginnt nun eine eineinhalb Jährige Phase aus Entwicklung, Testen und Bauen, die dann am Ende (hoffentlich) mit einem erfolgrichen Start und der Durchführung des Experiments beendet wird.

Der Nächste Schritt ist nun unser Experiment für das PDR (Preliminary Design Review) genau zu definieren. Wir schreiben also in einem Dokument nieder, was unser Experiment genau tun soll, und wie wir es bauen wollen. Zum PDR werden wir unser detailliertes Konzept dann erneut der Jury präsentieren. Diese kann dann Feedback geben und eventuell Änderungen verlangen.

Mehr Informationen zum Programm und zu den anderen ausgewählten Teams gibt es auf der Website der ESA.

Mehr zu ROACH-2 kann man auf unserer Missionsseite erfahren.

 

Studierende der Universität Stuttgart haben sich auf ein Höhenforschungsexperiment beworben – Chance zum Mitmachen

Studierende der Universität Stuttgart haben sich auf ein Höhenforschungsexperiment beworben – Chance zum Mitmachen

Rocket EXperiments for University Students

REXUS ist ein Programm des DLR in Kooperation mit der schwedischen Raunfahrtagentur SNSA, und soll Studierenden europäischer Universitäten die Durchführung von Experimenten auf Höhenforschungsraketen ermöglichen. Vor kurzem haben sich auch Studierende der Studentischen Kleinsatellitengruppe der Universität Stuttgart (KSat e.V.) auf dieses Programm beworben, mit einem Roboter, der sich in der Schwerelosigkeit auf den Oberflächen von Raumfahrzeugen fortbewegen können soll.

Ziele, Herausforderungen und Möglichkeiten

Ein wesentlicher Teil des Projektes besteht aus der Ausbildung von Studierenden. Deshalb werden auch alle Arbeiten – vom CAD-Design über die Elektronikentwicklung bis hin zur Öffentlichkeitsarbeit – von diesen selbst ausgeführt, wobei sie natürlich Feedback von Experten erhalten. Alle paar Monate werden die Zwischenergebnisse von einer Expertenjury begutachtet und diskutiert. Auf diese Weise können sich Studierende nicht nur fachlich fortbilden, sondern auch Prozesse der Raumfahrtindustrie kennen lernen, da die genannten Zwischenergebnisse anhand von vereinfachten Kontrollprozessen aus der Raumfahrtindustrie überprüft werden.

Einfacher Einstieg für alle Studierenden – ab dem ersten Semester

Das hört sich sehr kompliziert und zeitaufwändig an. So scheint es jedoch nur. Da es für viele Schritte bereits Material von früheren Missionen gibt, einige Professoren das Projekt unterstützen und ein komplettes Team daran arbeitet, eröffnet das Projekt im Rahmen des REXUS Programmes nicht nur Studierenden kurz vor einem Abschluss, sondern auch aus den unteren Semestern eine Teilnahme. Das Stuttgarter Team ist für Interessierte offen und nimmt gerne weitere Mitstreiter auf. Das heißt: Auch du kannst, bei Interesse, teilnehmen.

Vorbeikommen – Kennenlernen – Mitmachen

Treffen

Wer Teil dieses Teams werden will, kann am 13. November um 13:10 zum Teamtreffen im Pfaffenwaldring 29 (Besprechungsraum 1. OG) kommen.

Ansprechpartner

Matthias Burk: burk@ksat-stuttgart.de
Sandro Schönhoff: schoenhoff@ksat-stuttgart.de

Anschrift

Studentische Kleinsatellitengruppe der Universität Stuttgart e.V.
Amtsgericht Stuttgart, Registernummer: 721583
Vorstand: Lena Bötsch, Franziska Hild, Adrian Čaušević
Anschrift: Pfaffenwaldring 29, 70569 Stuttgart www.ksat-stuttgart.de

 

Bauen beginnt, Testen läuft

Bauen beginnt, Testen läuft

Bauen beginnt, Testen läuft

Langsam aber sicher entsteht BUBBLE1. Jedes Subsystem ist produktiv am planen, bauen, coden und testen. Nur Presse Arbeit ist etwas hinter dem Zeitplan.

Mechanik

Das Mechanik Subsystem hat das Grundgerüst der beiden Pyramiden gefertigt und die Abdeckungen sind ebenfalls zurecht geschnitten. Die Abdeckungen können simpel mit jeweils 2 Schrauben befestigt werden und werden für den Flug zusätzlich angeklebt.

Computer Elektronik und Software

Der Computer unserer Gondel besteht aus einem Raspberry Pi mit einem Pi In The Sky Modul. Das Grundgerüst der Software ist komplett gebaut und die Kommunikation innerhalb der Gondel, zu dem Nutzlast Computer funktioniert ebenfalls. Als nächstes muss die echte Nutzlast angeschlossen werden. Genauso kommt noch ein Durchlauf des Computerprogramms des Fluges, nur mit Akku.

Flight Systems

Unser Subsystem Flight Systems kümmert sich um die Planung des Fluges, genauso auch der Vorberechnung, wie weit und hoch BUBBLE fliegen wird.
Zuletzt wurde der Fallschirm fliegen bzw fallen gelassen. Es fehlt nur noch das Helium und der Starttermin.

Bodenstation

Unsere Arbeiten an der Bodenstation kommen ebenfalls in die letzte Phase.
Wir können die gesendeten Daten empfangen und sammeln sie bereits in einer Datenbank. Zusätzlich können wir gesendete Daten von der Wettersonde in das online Tool ein und auslesen.

Derzeit stehen die Vorbereitungen für die Verfolgung Autos und deren mobile Bodenstationen an. Wir werden mit zwei Autos unseren Ballon jagen und brauchen dafür Empfangskomponenten und entsprechende Software für die (Bei-) Fahrer.

KSat e.V. stellt sich vor

KSat e.V. stellt sich vor

KSat e.V. stellt sich vor

KSat e.V. ist eine 2014 gegründete Hochschulgruppe mit inzwischen 65 Mitgliedern, unverändert fasziniert vom Weltraum und engagiert, diesen für Studierende zugänglich zu machen – mit eigenen Experimenten und Missionen. Wir vernetzen Studierende untereinander, mit Industrie und Instituten.

Zu Beginn des Semesters wollen wir neue Weltraum-Enthusiasten, angehende Ingenieure und Wissenschaftler einladen, Teil von KSat zu werden. Wir stellen uns vor und beantworten Fragen – Interessierte jeder Studienrichtung sind herzlich eingeladen. Sei Teil einer  jungen, zielstrebigen und ambitionierten Hochschulgruppe und realisiere deine eigenen Visionen und Experimente – auch schon im ersten Semester.

Sei am 24. Oktober 2018 um 13:30 bei unserer großen Einführungsveranstaltung dabei- wir treffen uns im Gebäude des Raumfahrtzentrums Baden-Württemberg (Pfaffenwaldring 29, Mediathek  im Erdgeschoss).

Rückblick

KSat konnte sich erfolgreich mit Experimenten schon zweimal beim REXUS/BEXUS- und einmal beim Überflieger-Programm des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt (DLR) bewerben. Mirka2-RX war unser erstes REXUS-Experiment und startete im März 2016 auf einer Höhenforschungsrakete vom Esrange-Space-Center im Norden von Schweden (Kiruna). Im März 2018 waren wir mit ROACH Teil der REXUS24-Forschungsrakete, welche leider einen nicht-nominalen Flug hatte. Dies hatte zur Folge, dass die auf ihr befindlichen Experimente nicht alle durchgeführt werden konnten. PAPELL erreichte im Sommer 2018 als erstes unserer Projekte eine orbitale Höhe und befindet sich derzeit noch an Bord der ISS.

Besuche die Missionsseiten für eine genaue Beschreibung unserer Experimente.

Ausblick

CanSat-Challenge

Mit der CanSat-Challenge bieten wir euch an, unter Betreuung ein eigenes Experiment zu bauen. Die Herausforderung: Es muss die Form einer 330-ml-Getränkedose haben. Der besondere Reiz: Ihr werdet in wenigen Monaten den Ablauf eines Raumfahrtprojektes kennenlernen und durchlaufen – vom preliminary design bis zum Abwurf von einer Forschungsrakete oder Drohne.
Die Challenge ist besonders für Einsteiger geeignet.

ROACH 2

Make ROACH great again! Wir lassen uns vom missglückten Flug der REXUS24 nicht unterkriegen und haben uns erneut beim deutsch-schwedischen REXUS-Programme beworben, um Anfang 2020 eine verbesserte Version unseres Rovers fliegen zu können. Seid dabei, diesen über das Jahr 2019 zu entwickeln, zu bauen und zu testen! Highlights sind der elaborierte Ablauf des Programmes und die Betreuung durch Mitarbeiter von DLR, SSC, ZARM, ESA und mehr.

Mitmachen können alle: Von Erstis bis zu alteingesessenen Masteranden.

SOURCE

Unser Projekt SOURCE verfolgt das ambitionierte Ziel, einen 3-Unit-Cubesat zu bauen. Wir entwickeln einen kompletten Satelliten mit Betreuung und Unterstützung durch das Institut für Raumfahrtsysteme (IRS). Die Teilnahme an dieser Mission kann auch als fachaffine* oder fachübergreifende** SQ angerechnet werden.

Eine gewisser Fortschritt im Studium ist für die Teilnahme hilfreich, aber nicht zwingend notwendig.

 

Bei Fragen stehen wir jederzeit per E-Mail an kontakt@ksat-stuttgart.de zur Verfügung.


* Bachelor und Master Luft- und Raumfahrttechnik

** alle anderen Bachelor und Masterstudiengänge an der Uni Stuttgart

 

PAPELL-Launch (zum Ersten): Der Reisebericht

PAPELL-Launch (zum Ersten): Der Reisebericht

PAPELL Launch (zum Ersten): Der Reisebericht

By Sandro Schönhoff & Daniel Bölke

Eigentlich sollte diese Reise den Start unseres Experimentes zur Internationalen Raumstation (ISS) markieren. Leider wurde dieser jedoch - für uns relativ kurzfristig - nochmals verschoben, was in der Raumfahrt doch des Öfteren vorkommt. Jedoch war schon alles gebucht und das Programm der Firma NanoRacks, die unser Experiment PAPELL zur ISS bringt, sollte trotzdem stattfinden. Deshalb sind wir am 17. Mai mit insgesamt 19 Personen und 4 Flügen von Frankfurt aus in die USA nach Washington D.C. geflogen. Da wir relativ viele Personen waren, haben wir uns in 3 Gruppen aufgeteilt, die jeweils in einem eigenen Mietwagen gefahren sind.

Direkt nach der Ankunft in Washington D.C. wurden dann die Autos abgeholt und alle sind bei Überschwemmungen in Richtung Wallops Island, Virginia gefahren. Dort befindet sich ein Launch-Center der NASA, von dem aus unter anderem Versorgungsflüge zur ISS starten.

Am Freitagabend gab es dann ein gemeinsames Abendessen mit NanoRacks und Herrn Weppler, der beim DLR für den Überflieger-Wettbewerb verantwortlich ist, in der Stadt Chincoteague.

Nach viel zu wenig Schlaf ging es am nächsten Morgen weiter zum Wallops Flight Facility Visitor Center, wo wir als Zuschauer bei NASA-TV im Publikum saßen. Nachdem unser Start verschoben wurde, werden wir PAPELL auf Postern vor dem Start von SpaceX-15 vorstellen. Außerdem gab es vor Ort noch eine kleine Ausstellung über den Startplatz auf Wallops Island.

Später besuchten wir dann das Pre-Launch Briefing, in dem die Mission und einige Experimente vorgestellt wurden. Dort trafen wir auch den amerikanischen Astronauten Rick Mastraccio. Am Abend durften wir dann noch den Manager der ISS, Kirk Shireman, treffen und unser Projekt vorstellen, bevor es dann weiter zur Pre-Launch Party ging.

Einige Stunden später (für die meisten ganz ohne Schlaf) begann dann das eigentliche Launch-Event und wir wurden in Bussen mit Polizeieskorte zu den Zuschauerplätzen zwei Meilen vom Startplatz entfernt gebracht. Dort gab es ein leckeres Buffet und ein Treffen mit der Astronautin Kathryn Hire. Der Start selbst ist in der Realität nochmal deutlich beeindruckender als auf Videos. Eine Beschreibung in Worten würden der unglaublichen Helligkeit und dem durchdringenden Sound niemals gerecht werden.

Am nächsten Tag ging es dann für alle wieder nach Washington, wo wir das Büro von NanoRacks besuchen konnten. Auch die größeren Sehenswürdigkeiten wie das Weiße Haus und die beiden Luft- und Raumfahrt Smithsonian-Museen wurden natürlich von allen besucht. Damit war der offizielle Teil unserer Reise beendet und unsere Gruppe teilte sich auf. Ein Auto reiste wieder zurück, während der Rest noch fast 2 Wochen in den USA verblieb.

Auf unserem Weg nach New York machten wir noch Halt in Philadelphia und Atlantic City für jeweils 1 bis 2 Tage. Am ersten Juni trennten sich dann auch die zwei verbleibenden Autos und eines davon fuhr noch nach Canada zu den Niagarafällen. Am 4. Juni traten dann alle den Rückflug an. Es folgen noch ein paar Impressionen der Reise:

PAPELL-Launchevent

PAPELL-Launchevent

Am Freitag, den 29. Juni 2018, wird unser Experiment PAPELL an Bord von SpaceX CRS-15 vom Kennedy Space Center, Florida, starten und zur ISS fliegen.

Wir laden herzlich zur Feier des sicheren Flugs unseres Experiments ein. Es wird Vorträge über PAPELL sowie den Photobioreaktor des IRS geben, welcher ebenfalls in kürze zur ISS abhebt. Anschließend schauen wir gemeinsam den Livestream von SpaceX. Die Veranstaltung läuft von 9:30 - 12:30.

Expertenbesuch bei PAPELL

Expertenbesuch bei PAPELL

Im Rahmen des Überflieger-Projektes des DLR erhielt das PAPELL-Team Besuch von drei Experten der Raumfahrt-Unternehmen DreamUp und Nanoracks aus den USA.

Ziel des Besuches war es, dass sich unsere amerikanischen Partner zum ersten Mal persönlich ein Bild vom Fortgang des Projektes machen können. Unser Fortschrittsbericht wurde dabei sehr positiv aufgenommen.

Im Anschluss folgte eine Vorführung aller wichtigen Funktionskomponenten (Experimentierbereich 2, Aktuatoren, Bordcomputer/Stromversorgung, Sensoren). Der Übersichtlichkeit halber wurde auf eine komplette Montage verzichtet, zudem wurde statt des Ferrofluids gefärbtes Wasser zur Vorführung verwendet. Dies hat jedoch keinen Einfluss auf die durchgeführten Tests. Der Experimentierbereich 1 war aus Zeitgründen noch nicht einsatzbereit, was aber kein großes Problem darstellte, da dessen Einzelkomponenten vorab getestet worden waren. Er ist außerdem funktionstechnisch identisch zum heute getesteten Experimentierbereich 2. Auch waren die Injektoren für die Feststoffkügelchen im Experimentierbereich 2 mechanisch noch nicht voll funktionsfähig, da die Kugeln sich gelegentlich im Feststoffreservoir verklemmten. Eine weitere Iteration, mit der das Problem behoben wird, ist bestellt.

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Martin Siedorf: Mitglied des Software Teams für PAPELL
Wir haben über's Wochenende ordentlich geackert und jetzt geht deutlich mehr. Nicht alle Tests konnten durchgeführt werden aber das war für unsere Gäste vollkommen in Ordnung. Wir haben ihnen gezeigt, dass wir das schaffen!

 

Die größte Sorge der Besucher, dass die Magnetfeldstärke im Betrieb groß genug sein könnte, um die Funktionsfähigkeit anderer Module der Internationalen Raumstation (ISS) zu stören, wurde erfreulicherweise nicht bestätigt. Im Gegenteil, die gemessenen Werte blieben weit unter dem kritischen Wert. Von diesem Aspekt aus steht dem Betrieb auf der ISS nichts im Wege.
Auch sonst verliefen alle durchgeführten Tests wie erwartet, größere Schwierigkeiten blieben glücklicherweise aus.
Zudem wurde ein Durchbruch erzielt: Erstmals konnte ein Ferrofluid-Tropfen zwischen mehr als zwei Magneten ohne Rückstände auf der Experimentenoberfläche bewegt werden.

Abgerundet wurde der Besuch mit einer Führung durch das Institut für Raumfahrtsysteme der Universität und dessen Labore durch Herrn Priv.-Doz. Dr. Herdrich und eine Begrüßung von Institutsleiter Prof. Dr. Fasoulas. Im Anschluss folgte ein gemeinsames Abendessen, an dem neben den US-Experten viele KSat-Mitglieder teilnahmen.