Ideenworkshop für den nächsten REXUS/BEXUS Zyklus

Ideenworkshop für den nächsten REXUS/BEXUS Zyklus

Aufgrund der tollen Erfahrungen mit dem vergangenen REXUS Programm möchten wir uns für den nächsten REXUS/BEXUS Zyklus mit Bewerbungsschluss diesen Herbst bewerben.

Dazu ist natürlich ein spannendes Experiment mit wissenschaftlichem Nutzen von Nöten, welches im Rahmen unserer Möglichkeiten umgesetzt werden kann. Unsere Mitglieder waren in den vergangenen Wochen dazu aufgerufen in kleinen Gruppen interessante Ideen zu finden und eine grobe Ausarbeitung in Form einer Präsentation vorzustellen.

Dabei sind insgesamt 14 spannende, anspruchsvolle und zum Teil auch kuriose Ideen entstanden (Wer wollte nicht schon immer die Wandrückführtemperatur einer Rakete zum Eierkochen benutzen?). In naher Zukunft werden wir in einer Abstimmung entscheiden, welches Projekt am besten geeignet ist und es weiter ausarbeiten, um den Auswahlworkshop des nächsten Projektzyklus zu rocken!

Im Folgenden sind die Projektideen in Kurzform zusammengefasst:

PETRUS

  • Elektronisches Triebwerk im Clusterbetrieb(4 Triebwerke)
  • Qualifikation des Triebwerks und Ausarbeitung der Stromversorgungselektronik in Hinblick auf CAPE
  • Motivation: unterschiedliche Ablation unter Mikrogravitation, Wechselwirkung EM mit anderen CAPE-Bordsystemen

(PETRUS Triebwerk, entwickelt von Dipl.-Ing. Christoph Montag)

MageR

  • Schwungrad, das von Magnetlagern gehalten wird
  • Aufspinnen des Schwungrades, Messung der Drehgeschwindigkeit und Monitoring eventueller Verluste, Abbremsen mit evtl. Energieentnahme
  • Motivation: verlustfreie Energiespeicherung im Weltall, verbesserte Performance von Drallrädern.

MicroRover-Mission

  • Rover basierend auf Nanokhod (IRS, vH&S)
  • Landet mit Fallschirm und fährt dann autonom
  • Motivation: sehr vielseitiges Projekt mit interessanten Einblicken in Landesysteme, Robotik und Datenkommunikation

TARGET

  • Test für Astraeus, „Nachfolger“ von CAPE
  • Kapsel, die nach dem Wiedereintritt einen Paragleiter ausklappt und autonom zu einem Landepunkt fliegt
  • Motivation: Entwicklung eines gesteuerten Landesystems für kleine Nutzlasten in miniaturisierten Wiedereintrittskapseln

Lifting Body

  • Nurflügler/Lifting Body-Gleiter, der autonom sein Ziel findet
  • Motivation: sehr kleiner Gleiter als Technologiedemonstrator, nützlich für „Sample Return“ Missionen aus dem LEO

Rockoons

  • Rakete, die von Ballon startet
  • Kleine Nutzlast möglich: z.B. Atmosphärenforschung
  • Motivation: Technologiedemonstrator zur Δv Reduzierung von Raketenstarts durch Höhengewinn und geringere Atmosphäreneinfluss

SD2S (Stuttgarter Dust Detector System)

  • Staubdetektorsystem basierend auf Influenz-Metallgittern
  • Detektion von Debrispartikeln in der Umgebung von Höhenforschungsraketen
  • Motivation: Erprobung des Messinstrumentes, Hochatmosphären/-Debriserforschung

ROACH

  • Kleiner Rover mit Haftmechanismus zur Hüllenuntersuchung während der Mikrogravitationsphase
  • Wahrscheinlichstes Methode: Elektroadhäsion in Verbindung mit „Geckomaterialien“
  • Motivation: Untersuchung/Reparatur von Schäden auf Satelliten im All (autonom oder ferngesteuert)

Space Eggs

  • Eierkochen in der Rakete
  • Nutzung der Wandrückführtemperatur entstanden durch den Raketenstart
  • Motivation: lustiges Zweitexperiment

Tensegrity

  • Struktur aus der Architektur, Streben mit Seilen verbunden
  • „Crushable“ Landestruktur für weiche Landungen
  • Motivation: Technologiedemonstrator

Ride the Rocket

  • „VR-Film“ (360°-Video) auf einer Rakete
  • erste Anwendung dieser Art (?)
  • Motivation: Erdbeobachtung und Trajektorienanalyse als wissenschaftlicher Zweck

Water Vapour Monitoring

  • Vorhandener Sensor auf SOFIA ist nicht für so geringe Dampfdichten entworfen, funktioniert nicht gut
  • Mögliches Experiment: Während Aufstieg mit Hygrometer messen, danach mit Laser
  • Weitere Möglichkeiten: Aufwärtsmessung und Vergleich mit ATRAN (Berechnungsprogramm Wasserdampfsäule), Vergleich Bildliefernder Systeme miteinander
  • Motivation: Entwicklung einer Methode zur Analyse des Atmosphärenwasserdampfes mit Möglichem zukünftigen Einsatz bei SOFIA

Materialerprobung

  • Beschleunigung von Partikeln und Beschuss von Materialproben in Mikrogravitation
  • Motivation: Bewegung und Verteilung von Partikelwolken, Beschädigungen von Membranen in Schwerelosigkeit beobachten

M"Künstliche" Gravitation

  • Erzeugung einer künstlichen Beschleunigung durch Rotation eines Teleskoparmtripods
  • Auswurfsexperiment mit Fallschirm
  • Motivation: Erprobung von in sich drehbaren Strukturen und Messung der erreichbaren Beschleunigungswerte

Schreibe einen Kommentar