KSat Stuttgart e.V.

Drei Delegierte des PAPELL Teams haben am Auswahlworkshop für den Überflieger-Wettbewerb teilgenommen und sind dafür zum DLR Raumfahrtmanagement nach Bonn gereist.

Die Papell Teammitglieder: Manfred Ehresmann, Franziska Hild, Nicolas Heinz

Trotz des doch eher dürftigen Wetters verlief die Anreise gut, auch das Hotel erwies sich als äußerst komfortabel. Am Abend des Ankunftstages wurde noch einmal gewissenhaft die Präsentation geprobt, bevor bei einem Abendessen der Abend ausklang.

Der nächste Morgen begann um 10 Uhr mit einer kurzen Begrüßung von Johannes Weppler, dem Projektleiter des Überflieger-Wettbewerbs. Gefolgt von der ersten Experimentpräsentation ELVIS. Hier sollen 5 mm große Glasmurmeln 5 cm große Eisfragmente der Saturnringe repräsentieren und deren Kollisionsverhalten untersucht werden. Das nächste Experiment hieß DUST. Dieses Experiment soll eine Machbarkeitsstudie zum Metall-3D-Drucken darstellen, hierbei wurde allerdings nur die Verteilung der Metallspäne im Druckbereich untersucht und kein Laser verwendet. Die Metallspäne sollen mit einem Magnetfeld festgehalten werden. Eine vielversprechende Präsentation kam von 3D-DOS, welche gerichtete Dosimeter auf Szintillatoren-Basis verwenden wollen, um allgemein Teilchenstrahlung zu detektieren. Als letztes Team des ersten Tages trug FORALEX ihre Experimentidee vor. Hierbei geht es um Foraminiferen (Einzeller), die unter Mikrogravitation leben und dabei Aufschlüsse um ihre Kalkschalenbildung geben sollen.

Im Anschluss an die Mittagspause hielt ein Mitarbeiter des DLR einen sehr interessanten Vortrag zum Thema Projektmanagement. Hierbei ging es um die Planung und die Durchführung eines Projektes und die formalen Vorgaben seitens des DLR und der ESA.

Der abschließende Fragenteil lief so ab, dass sich die Teams in der Reihenfolge der Vorträge den Fragen der vier Experten stellen mussten. Die Fragen deckten alle Bereiche der Experimente sowie vor allem kritische Bereiche ab, um den Experten die Möglichkeit zu geben, die Projekte besser zu verstehen.

Der Tag klang mit einem leckeren Abendessen in der Pizzeria L’Osteria, bei anregenden und informativen Gesprächen über die einzelnen Experimentideen aus. Für unsere Delegation ging es nicht zu spät ins Bett, da am zweiten Tag unsere eigene Präsentation anstand.

Am nächsten Morgen startete um 9 Uhr die nächste Präsentation. Das Team LEOPaRD stellte ihr Experiment über Radioaktivitätsmessungen auf Photomultiplier-Basis vor. Danach präsentierte das Team von EXCISS ihr Projekt, bei dem sie Grundbausteine des Sonnensystems durch Reaktionen in Staub durch elektrische Lichtbögen entstehen lassen wollen. Um 10 Uhr war dann unser Team mit ihrer Präsentation an der Reihe. Die aufwändigen Animationen und das hoffentlich bald veröffentlichte PAPELL-Video kamen besonders gut an. ARISE schloss die Experimentpräsentationen ab. Hier soll die Klumpenbildung geladener kosmischer Staubteilchen untersucht werden. Diese Gruppe hatte auch bereits einige Tests im ZARM Fallturm durchgeführt und spannende Ergebnisse vorgestellt. Anschließend hielt eine Mitarbeiterin des DLR einen sehr interessanten Vortrag über Risikomanagement beim DLR. Hierbei ging es um die Risikoeinschätzung, Risikoklassifizierungen sowie um die formalen Vorgaben.

Nach der Mittagspause wurde die Gerst-Mission vorgestellt, wobei das Augenmerk vor allem auf der kommenden Mission im Frühjahr 2018 lag. Im Anschluss wurde wieder ein Fragenteil wie am Vortag durchgeführt. Bei unserem Projekt bezog sich der überwiegende Teil der Fragen auf zukünftige Anwendungen der Ferrofluidpumpen-Technologie.

Und damit war der Auswahlworkshop des DLR auch schon vorbei und nachdem noch ein Bild mit Astronaut Gerhard Thiele gemacht worden war, trat unser Team die Rückfahrt nach Stuttgart an.

Wir danken für die zahlreichen informativen und innovativen Vorträge der anderen Teams und wüschen allen viel Erfolg bei der weiteren Auswahl!

Stand: 06.05.2017

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