ROACH bei der Integration Week

ROACH bei der Integration Week

ROACH bei der Integration Week

Shakertest bestanden, Pyrocutter gezündet & Rover einsatzbereit

Sechs KSat'ler fuhren bei dichtem Schneetreiben am Sonntag, 10.12.2017, von der Uni Stuttgart zum Zentrum für Angewandte Raumfahrt (ZARM) an der Uni Bremen. Das ZARM ist weithin durch seinen rund 200 m hohen Fallturm sichtbar.

Am ZARM wurde ROACH vollständig montiert und mit letzten, kleineren Änderungen versehen. Experten besahen den Experimentaufbau. Im Allgemeinen kam ROACH sehr gut an, allerdings wurde ein zusätzlicher Schutz des benachbarten Experiments auf der Rakete, REXUS 24, gefordert. Dieser wurde kurzerhand vor Ort nachgebessert.

Anschließend kam ROACH auf den Shaker, ein großer Tisch mit welchem Vibrationen im Modul und im Experiment induziert werden. Diese Schwingungen entsprechen etwa denen beim Start. ROACH war allerdings so sicher montiert, dass weder Schäden noch lose Komponenten zu verzeichnen waren. Es wurden zwei Tests gemacht, einer mit einer Sinusschwingung steigender Frequenz und ein anderer mit zufälligem Rauschen.

Nach dem Shakertest wurde das Experiment, so wie auch beim realen Flug geplant, aktiviert. Die Verspannung des Rovers wurde mithilfe eines Pyrocutters gelöst. Ein Pyrocutter ist ein Gerät, das mithilfe einer pyrotechnischen Ladung eine Schneide auslöst, welche den Spanndraht zerschneidet. Der nunmehr freigesetzte Rover wurde eingeschaltet und bewegte sich erfolgreich aus seinem Hangar. Damit kann der Test als erfolgreich betrachtet werden.

Pyrocutter Compilation

SpaceUp Stuttgart 23.07.2017

SpaceUp Stuttgart 23.07.2017

KSat hat die Schirmherrschaft über die diesjährige SpaceUp am 23.07.2017 am IRS / RZBW in Stuttgart übernommen. Eine SpaceUp ist eine informelle Raumfahrtkonferenz mit Fokus auf studentischer Forschung. Jeder Raumfahrtinteressierte ist eingeladen! Selbstverständlich wird auch KSat mit den neuesten Projekten PAPELL & ROACH vertreten sein.

Weitere Informationen sowie eine Anmeldeformular sind auf www.spaceup.org/stuttgart zu finden. Bis bald!

Yuri’s Night 2017

Yuri’s Night 2017

Die Yuri’s Night Stuttgart 2017 ist vorbei und wir blicken auf einen tollen Nachmittag zurück. Es hat uns gefreut unsere Ideen und Projekte mit jungen und alten Raumfahrtenthusiasten zu teilen und das vielseitige Angebot an Gruppen, Mitmachgelegenheiten und Vorträgen erleben zu dürfen.

Für alle, denen die Idee hinter der Yuri’s Night neu ist, hier ein kleine Zusammenfassung:

Die Yuri’s Night ist eine globale Feier der vergangenen, aktuellen und zukünftigen menschlichen Aktivität im Weltall. Yuri’s Night Partys und Events werden rund um die Welt im April in Anlehnung an den Kosmonauten Yuri Gagarin, der am 12. April 1961 als erster Mensch den Weltraum erreicht hat, und an den ersten Start des Space Shuttles am 12. April 1981 veranstaltet.
www.yurisnight.net

Vielen Dank an das Organisationsteam vom IRS Stuttgart und dem Planetarium Stuttgart, dass wir bei der Yuris Night dabei sein durften!

Übrigens: Schaut euch die tollen Kostüme der 501st German Garrison an!

65. deutsche Luft- und Raumfahrtkongress (DGLR)

65. deutsche Luft- und Raumfahrtkongress (DGLR)

er 65. deutsche Luft- und Raumfahrtkongress ist vorbei und auch KSAT e.V. war mit einem Vortrag dabei. Der Kongress bildet dabei das größte, regelmäßige und innerdeutsche Luft- und Raumfahrttechniksymposium und wird an jährlich wechselnden Orten ausgetragen. Dieses Jahr war der Kongress in der vor allem aus Sicht der Luftfahrt traditionsreichen Stadt Braunschweig angesiedelt.

In den letzten drei Tagen wurden knapp 180 Vorträge zu Themen aus der Luftfahrt, Raumfahrt und maritimen Sicherheit besprochen. In der Kategorie Raumfahrt haben dabei besonders die Themen Space Debris und New Space eine wichtige Rolle gespielt. Der Plenarvortrag zur Blue Dot Mission gehalten vom deutschen Astronauten Alexander Gerst und der Vortrag von Herrn Professor Glassmeier zu den Wissenschaftlichen Abenteuern der Rosettamission waren dabei aus Sicht der Raumfahrtinteressierten die Highlights des Kongresses. Die Vorträge wurden von Referenten mit unterschiedlichstem Hintergrund gehalten. Neben jungen Akademikern, Doktoranten und Professoren waren auch zahlreiche Vertreter der deutschen Industrie und der bekannten Großunternehmen der Luft und Raumfahrt vorhanden und berichteten von aktuellen Forschungsthemen, Projekten und Zukunftsaussichten.

Der Beitrag von KSAT e.V. war ein Vortrag zum Elektroniksystem der MIRKA2 Missionen und dessen Performance auf REXUS 19. Der Vortrag wurde mit Interesse von den etwa 50 Anwesenden verfolgt, gerade weil eine Cubesat-Wiedereintrittskapsel doch ein einzigartiges und recht ungewöhnliches Projekt innerhalb der Cubesat und Nanosatellitencommunity ist. Auch ein Modell der Wiedereintrittskapsel wurde durchgereicht und stieß mitunter auf Verwunderung über die kleinen Dimensionen. Im Anschluss an den Vortrag wurden einige Fragen gestellt und es kam zu kleineren Diskussionen in der dem Vortrag anschließenden Pause. Wir haben uns gefreut dabei sein zu dürfen und hoffen in den kommenden Jahren über weitere spannende Themen berichten zu dürfen.

Die Teilnahme am Kongress wurde dem Referenten durch die Firma TESAT Spacecom ermöglicht. TESAT Spacecom stellt jedes Jahr einen der 17 Nachwuchspreise für junge Akademiker, die durch besondere Leistungen bei ihren Abschlussarbeiten aufgefallen sind. Die Bachelorarbeit zur Entwicklung des Elektroniksystems der MIRKA2 Rückkehrkapsel wurde als eine solche lobenswerte Arbeit erachtet. Gründe waren unter anderem auch, dass die Satellitenkommunikation ein wichtiger Teil der Wiedereintrittsmission ist und sich gut mit der Ausrichtung der Firma TESAT überschneidet. Dem Preisträger wurden der kostenlose Zugang zum Kongress sowie die Publikation eines Papers und der Vortrages im Rahmen des Kongresses ermöglicht. Bei der Preisverleihung konnte sich neben einer schicken Urkunde auch über die dieses Jahr zum ersten Mal verliehene Trophäe namens „TESSA“ gefreut werden.

ROACH: Bewerbung für REXUS 22/23 Zyklus angekündigt

ROACH: Bewerbung für REXUS 22/23 Zyklus angekündigt

Nach einem Ideenworkshop, einer Präsentationsrunde mit Diskussion und zwei Abstimmungen steht nun das Projekt fest mit dem wir in die Nächste REXUS/BEXUS Runde 2017/2018 einsteigen wollen:

ROACH: Robotic in-Orbit Analysis of Cover Hulls.

Thema des neuen Projektes ist ein kleiner, kabelgebundener Roboter, der per Elektroadhäsion an der Außenhüllen von Strukturen entlangfahren kann. Dieser ist mit Sensorik bestückt um die Oberflächenbeschaftenheit der Hülle zu untersuchen. So kann zum Beispiel nach Beschädigungen durch Einschläge von Weltraumschrott und Mikrometeoriten oder Materialermüdung gesucht werden.

Mehr Informationen und Grafiken sind unter dem ROACH Beitrag im Reiter Missionen zu finden.

4S Synopsium

4S Synopsium

Das „Small Satellites Systems & Services“ (4S) Symposium ist eine jährliche Konferenz zu Kleinsatelliten, welche dieses Jahr über 400 Teilnehmer aus 31 Nationen hatte und durch über 50 ausstellende Raumfahrtfirmen unterstützt wurde. Dieses Jahr fand das 4S Symposium vom 30.05.2016 – 03.06.2016 in Valletta, der Hauptstadt Maltas, statt.
Aufgrund der zweiten Platzierung im Rahmen des Studentenwettbewerbs beim 10ten IAA Symposium Berlin wurde KSat zur Teilnahme eingeladen. Diese Gelegenheit wurde genutzt um einen Vortrag über die aktuellen Erfolge und Ergebnisse der MIRKA2-RX Höhenforschungsraketenmission zu halten.
Der CubeSat Workshop war während unserem Vortrag mit 96 Teilnehmern gut besucht und zeigte das Interesse an diesem Projekt. Auf Nachfrage des Sitzungsvorsitzenden wurde die Leistung des KSat Teams das Projekt in lediglich 18 Monaten durchgeführt besonders gewürdigt und vom Publikum anerkannt. Die mitgebrachte Modellkapsel wurde während des Vortrags herum gegeben und gab allen Anwesenden einen handfesten Eindruck von der besonderen Herausforderung einer solchen miniaturisierten Kapsel.
Während des weiteren Verlaufs der Konferenz, konnten eine Vielzahl weiterer Personen für das Projekt begeistert werden, da auch hier ein Miniaturraumschiff zum Anfassen oft stark beeindruckt. Viele Kontakte konnten so zu Firmen und Studenten aufgebaut werden, die sich ebenfalls im Bereich von CubeSats engagieren.
Die Konferenz selbst bot sich als herausragende Möglichkeit der allgemeinen Weiterbildung über aktuelle und in Planung stehende Raumfahrtprojekte mit Kleinsatellitenbezug. Besonders beeindruckend hierfür sind die automatisierten Satellitenproduktionsfabriken für die OneWeb Megaconstellation, welche bis zu 15 Satelliten pro Tag produzieren sollen. Aber auch der Vortrag über den anstehenden Umbruch des Raumfahrzeugbaus durch 3D Druck im All machte Lust auf die Zukunft.
Im CubeSat Bereich stehen ebenso beeindruckende Fortschritte an. Da sich erste Ansätze für DeepSpace Missionen abzeichnen und neue Technologien verfügbar oder leistungsfähiger werden.
Der Autor dieses Textes hat über 100 Vorträge zu zahlreichen Themen gehört, die nicht im Detail besprochen werden können.
Der Konferenzstandort Valletta als anerkanntes Weltkulturerbe beeindruckt durch seine hohe Dichte an Festungsbauten, Kirchen, Denkmäler und Parks. Dabei ist Kalkstein, als einzige natürliche Ressource der Insel, der Hauptmaterial für alle Bauten und gibt Valletta seine charakteristische hell braune Färbung.

Ideenworkshop für den nächsten REXUS/BEXUS Zyklus

Ideenworkshop für den nächsten REXUS/BEXUS Zyklus

Aufgrund der tollen Erfahrungen mit dem vergangenen REXUS Programm möchten wir uns für den nächsten REXUS/BEXUS Zyklus mit Bewerbungsschluss diesen Herbst bewerben.

Dazu ist natürlich ein spannendes Experiment mit wissenschaftlichem Nutzen von Nöten, welches im Rahmen unserer Möglichkeiten umgesetzt werden kann. Unsere Mitglieder waren in den vergangenen Wochen dazu aufgerufen in kleinen Gruppen interessante Ideen zu finden und eine grobe Ausarbeitung in Form einer Präsentation vorzustellen.

Dabei sind insgesamt 14 spannende, anspruchsvolle und zum Teil auch kuriose Ideen entstanden (Wer wollte nicht schon immer die Wandrückführtemperatur einer Rakete zum Eierkochen benutzen?). In naher Zukunft werden wir in einer Abstimmung entscheiden, welches Projekt am besten geeignet ist und es weiter ausarbeiten, um den Auswahlworkshop des nächsten Projektzyklus zu rocken!

Im Folgenden sind die Projektideen in Kurzform zusammengefasst:

PETRUS

  • Elektronisches Triebwerk im Clusterbetrieb(4 Triebwerke)
  • Qualifikation des Triebwerks und Ausarbeitung der Stromversorgungselektronik in Hinblick auf CAPE
  • Motivation: unterschiedliche Ablation unter Mikrogravitation, Wechselwirkung EM mit anderen CAPE-Bordsystemen

(PETRUS Triebwerk, entwickelt von Dipl.-Ing. Christoph Montag)

MageR

  • Schwungrad, das von Magnetlagern gehalten wird
  • Aufspinnen des Schwungrades, Messung der Drehgeschwindigkeit und Monitoring eventueller Verluste, Abbremsen mit evtl. Energieentnahme
  • Motivation: verlustfreie Energiespeicherung im Weltall, verbesserte Performance von Drallrädern.

MicroRover-Mission

  • Rover basierend auf Nanokhod (IRS, vH&S)
  • Landet mit Fallschirm und fährt dann autonom
  • Motivation: sehr vielseitiges Projekt mit interessanten Einblicken in Landesysteme, Robotik und Datenkommunikation

TARGET

  • Test für Astraeus, „Nachfolger“ von CAPE
  • Kapsel, die nach dem Wiedereintritt einen Paragleiter ausklappt und autonom zu einem Landepunkt fliegt
  • Motivation: Entwicklung eines gesteuerten Landesystems für kleine Nutzlasten in miniaturisierten Wiedereintrittskapseln

Lifting Body

  • Nurflügler/Lifting Body-Gleiter, der autonom sein Ziel findet
  • Motivation: sehr kleiner Gleiter als Technologiedemonstrator, nützlich für „Sample Return“ Missionen aus dem LEO

Rockoons

  • Rakete, die von Ballon startet
  • Kleine Nutzlast möglich: z.B. Atmosphärenforschung
  • Motivation: Technologiedemonstrator zur Δv Reduzierung von Raketenstarts durch Höhengewinn und geringere Atmosphäreneinfluss

SD2S (Stuttgarter Dust Detector System)

  • Staubdetektorsystem basierend auf Influenz-Metallgittern
  • Detektion von Debrispartikeln in der Umgebung von Höhenforschungsraketen
  • Motivation: Erprobung des Messinstrumentes, Hochatmosphären/-Debriserforschung

ROACH

  • Kleiner Rover mit Haftmechanismus zur Hüllenuntersuchung während der Mikrogravitationsphase
  • Wahrscheinlichstes Methode: Elektroadhäsion in Verbindung mit „Geckomaterialien“
  • Motivation: Untersuchung/Reparatur von Schäden auf Satelliten im All (autonom oder ferngesteuert)

Space Eggs

  • Eierkochen in der Rakete
  • Nutzung der Wandrückführtemperatur entstanden durch den Raketenstart
  • Motivation: lustiges Zweitexperiment

Tensegrity

  • Struktur aus der Architektur, Streben mit Seilen verbunden
  • „Crushable“ Landestruktur für weiche Landungen
  • Motivation: Technologiedemonstrator

Ride the Rocket

  • „VR-Film“ (360°-Video) auf einer Rakete
  • erste Anwendung dieser Art (?)
  • Motivation: Erdbeobachtung und Trajektorienanalyse als wissenschaftlicher Zweck

Water Vapour Monitoring

  • Vorhandener Sensor auf SOFIA ist nicht für so geringe Dampfdichten entworfen, funktioniert nicht gut
  • Mögliches Experiment: Während Aufstieg mit Hygrometer messen, danach mit Laser
  • Weitere Möglichkeiten: Aufwärtsmessung und Vergleich mit ATRAN (Berechnungsprogramm Wasserdampfsäule), Vergleich Bildliefernder Systeme miteinander
  • Motivation: Entwicklung einer Methode zur Analyse des Atmosphärenwasserdampfes mit Möglichem zukünftigen Einsatz bei SOFIA

Materialerprobung

  • Beschleunigung von Partikeln und Beschuss von Materialproben in Mikrogravitation
  • Motivation: Bewegung und Verteilung von Partikelwolken, Beschädigungen von Membranen in Schwerelosigkeit beobachten

M"Künstliche" Gravitation

  • Erzeugung einer künstlichen Beschleunigung durch Rotation eines Teleskoparmtripods
  • Auswurfsexperiment mit Fallschirm
  • Motivation: Erprobung von in sich drehbaren Strukturen und Messung der erreichbaren Beschleunigungswerte
Ankunft in Kiruna

Ankunft in Kiruna

Wir sind in Kiruna! Sechs unserer Teammitglieder sind gestern nach Kiruna aufgebrochen und haben das Ziel nach einem langen Tag mit vielen ungeplanten Zwischenstopps letztendlich auch erreicht. Unsere Reise ging unter anderem auch über Umea und wurde mit Polarlichtern über den Wolken belohnt!
Nun geht es also in die letzte Phase von unserem MIRKA2-RX Experiment, an dem wir seit über eineinhalb Jahren arbeiten. Wir zählen die Minuten bis zum Start nächste Woche und arbeiten hart um unseren Traum endlich wahr zu machen. Gleichwohl möchten wir euch mit ein paar schönen Impressionen von unserer Reise an dieser spannenden Zeit teilhaben lassen.!

Mirka2-RX

Mirka2-RX

Es ist so weit. Schweden, wir kommen.

Nach über einem Jahr sind wir endlich soweit, dass wir mir unserem Experiment nach Schweden reisen können, um es dort mit der Rakete hoch fliegen lassen können.

6 Teammitglieder von uns reisen am Montag, früh morgens in Stuttgart und Wien mit dem Flugzeug auf nach Schweden. Das Zielflughafen ist in einer kleinen Stadt, Kiruna, von der es dann mit einem Leihwagen nochmals eine Stunde lang weiter in die Abgeschiedenheit geht. Das Sweden Space Center (SSC) auf ESRANGE.

(ESRANGE Karte)

Die erste Woche bestand aus den Vorbereitungen für unser Experiment. Alles auseinander Bauen, alle Platinen überprüfen und auch reparieren, und die Software weiter fertig stellen.
Am Freitag (knapp nach dem Endtermin) ist dann alles fertig programmiert, gelötet und auch zusammengebaut. Mit mehreren Kommunikations Tests wurde dann auch bestätigt, dass alle Experimente in der Rakete wie gewünscht auf Signale Antworten. Die Experimente werden zusammen geschraubt und dann wird erst mal nichts mehr daran geändert.

Ein Wochenende zum verschnaufen und um sich die Gegend an zuschauen. Am Montag und am Dienstag reisen weitere 5 Mitglieder des MIRKA2-RX Teams an. Auch 3 unserer Betreuer kommen mit nach Schweden.

Unser Raketenstart wurde dann allerdings mit der REXUS20 getauscht, da sich ein empfindliches biologisches Experiment darauf befindet. Wir müssen somit bis Donnerstag oder Freitag mit unserer Rakete warten.

Am Donnerstag ist der erste heiße Countdown für unsere Rakete REXUS19. Vier Mitglieder, die sich um die Bodenstation kümmern, dürfen in den Kontrollraum oder auch Science room genannt. Alle anderen Mitglieder fahren auf den Radio Hill, von dem man eine schöne Aussicht auf die Startrampe der Rakete hat.

Am Donnerstag wurde jedoch nicht gestartet, da es zu viele Windböen gab, wodurch die Berechnung der Raketenbahn nicht möglich ist. Wir haben fast 2 Stunden umsonst auf dem Hügel bei starkem Wind und gefühlten -10°C gewartet.

Am Freitag, den 18.03.2016 ist die nächste Möglichkeit für den Raketenstart und der Countdown startet schon um 4 Uhr morgens. Damit das Experiment des Teams LIME auch Daten sammeln kann, ist der Start dann um 10 Minuten verschoben worden.
Unsere REXUS19 Rakete Startet um 6:10 Uhr MEZ. 40 Sekunden und Sie befindet sich, trotz Wolken klarem Himmel, außer Sichtweite. Nach zwei Minuten ist die Rakete an ihrem Höchsten Punkt und unser Experiment stoßt die Kapsel MIRKA2 ins Freie.

 

Fünf Minuten nach dem Raketenstart ist der Einschlag der Kapsel im Schnee. Und wir erhalten Lebenszeichen der Kapsel. GPS-Positionsdaten, Druck und Temperatur. Genau wie wir es wollten.

Die Bergung der Kapsel und des Moduls wird von der Rescue Crew übernommen. Dank den Guten Augen des Piloten wurde unsere Kapsel in nur 5 Minuten gefunden. Ein kleines Loch ist im 1,5 Meter hohen Schnee zu sehen.

Mit der Bergung der Kapsel und des Moduls geht es auch schon weiter. Material auswerten und Beschädigungen suchen und dokumentieren. Die Kapsel wird wie in einer Herz Operation auseinander genommen und alle Platinen Teile werden überprüft. Genauso wird das Module auseinander genommen und alle Daten von den Speicherkarten werden auf die Laptops überspielt. Danach wird alles zusammen gepackt, damit es zurück nach Stuttgart verschifft werden kann.

Nach der Nachbesprechung der Raketenstarts, vorläufigen Daten und Bildmateriallen, gibt es ein großes Abschlussessen um die Kampange abzurunden.

Früh im Morgen geht es dann für alle anwesenden wieder zurück nach Deutschland. Es waren zwei sehr lange Wochen für alle Beteiligten, doch es hat sich gelohnt. Unser Experiment ist geflogen und hat wie gewollt Daten gesendet.