65. deutsche Luft- und Raumfahrtkongress (DGLR)

65. deutsche Luft- und Raumfahrtkongress (DGLR)

er 65. deutsche Luft- und Raumfahrtkongress ist vorbei und auch KSAT e.V. war mit einem Vortrag dabei. Der Kongress bildet dabei das größte, regelmäßige und innerdeutsche Luft- und Raumfahrttechniksymposium und wird an jährlich wechselnden Orten ausgetragen. Dieses Jahr war der Kongress in der vor allem aus Sicht der Luftfahrt traditionsreichen Stadt Braunschweig angesiedelt.

In den letzten drei Tagen wurden knapp 180 Vorträge zu Themen aus der Luftfahrt, Raumfahrt und maritimen Sicherheit besprochen. In der Kategorie Raumfahrt haben dabei besonders die Themen Space Debris und New Space eine wichtige Rolle gespielt. Der Plenarvortrag zur Blue Dot Mission gehalten vom deutschen Astronauten Alexander Gerst und der Vortrag von Herrn Professor Glassmeier zu den Wissenschaftlichen Abenteuern der Rosettamission waren dabei aus Sicht der Raumfahrtinteressierten die Highlights des Kongresses. Die Vorträge wurden von Referenten mit unterschiedlichstem Hintergrund gehalten. Neben jungen Akademikern, Doktoranten und Professoren waren auch zahlreiche Vertreter der deutschen Industrie und der bekannten Großunternehmen der Luft und Raumfahrt vorhanden und berichteten von aktuellen Forschungsthemen, Projekten und Zukunftsaussichten.

Der Beitrag von KSAT e.V. war ein Vortrag zum Elektroniksystem der MIRKA2 Missionen und dessen Performance auf REXUS 19. Der Vortrag wurde mit Interesse von den etwa 50 Anwesenden verfolgt, gerade weil eine Cubesat-Wiedereintrittskapsel doch ein einzigartiges und recht ungewöhnliches Projekt innerhalb der Cubesat und Nanosatellitencommunity ist. Auch ein Modell der Wiedereintrittskapsel wurde durchgereicht und stieß mitunter auf Verwunderung über die kleinen Dimensionen. Im Anschluss an den Vortrag wurden einige Fragen gestellt und es kam zu kleineren Diskussionen in der dem Vortrag anschließenden Pause. Wir haben uns gefreut dabei sein zu dürfen und hoffen in den kommenden Jahren über weitere spannende Themen berichten zu dürfen.

Die Teilnahme am Kongress wurde dem Referenten durch die Firma TESAT Spacecom ermöglicht. TESAT Spacecom stellt jedes Jahr einen der 17 Nachwuchspreise für junge Akademiker, die durch besondere Leistungen bei ihren Abschlussarbeiten aufgefallen sind. Die Bachelorarbeit zur Entwicklung des Elektroniksystems der MIRKA2 Rückkehrkapsel wurde als eine solche lobenswerte Arbeit erachtet. Gründe waren unter anderem auch, dass die Satellitenkommunikation ein wichtiger Teil der Wiedereintrittsmission ist und sich gut mit der Ausrichtung der Firma TESAT überschneidet. Dem Preisträger wurden der kostenlose Zugang zum Kongress sowie die Publikation eines Papers und der Vortrages im Rahmen des Kongresses ermöglicht. Bei der Preisverleihung konnte sich neben einer schicken Urkunde auch über die dieses Jahr zum ersten Mal verliehene Trophäe namens „TESSA“ gefreut werden.

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