Mirka2-RX

Mirka2-RX

Es ist so weit. Schweden, wir kommen.

Nach über einem Jahr sind wir endlich soweit, dass wir mir unserem Experiment nach Schweden reisen können, um es dort mit der Rakete hoch fliegen lassen können.

6 Teammitglieder von uns reisen am Montag, früh morgens in Stuttgart und Wien mit dem Flugzeug auf nach Schweden. Das Zielflughafen ist in einer kleinen Stadt, Kiruna, von der es dann mit einem Leihwagen nochmals eine Stunde lang weiter in die Abgeschiedenheit geht. Das Sweden Space Center (SSC) auf ESRANGE.

(ESRANGE Karte)

Die erste Woche bestand aus den Vorbereitungen für unser Experiment. Alles auseinander Bauen, alle Platinen überprüfen und auch reparieren, und die Software weiter fertig stellen.
Am Freitag (knapp nach dem Endtermin) ist dann alles fertig programmiert, gelötet und auch zusammengebaut. Mit mehreren Kommunikations Tests wurde dann auch bestätigt, dass alle Experimente in der Rakete wie gewünscht auf Signale Antworten. Die Experimente werden zusammen geschraubt und dann wird erst mal nichts mehr daran geändert.

Ein Wochenende zum verschnaufen und um sich die Gegend an zuschauen. Am Montag und am Dienstag reisen weitere 5 Mitglieder des MIRKA2-RX Teams an. Auch 3 unserer Betreuer kommen mit nach Schweden.

Unser Raketenstart wurde dann allerdings mit der REXUS20 getauscht, da sich ein empfindliches biologisches Experiment darauf befindet. Wir müssen somit bis Donnerstag oder Freitag mit unserer Rakete warten.

Am Donnerstag ist der erste heiße Countdown für unsere Rakete REXUS19. Vier Mitglieder, die sich um die Bodenstation kümmern, dürfen in den Kontrollraum oder auch Science room genannt. Alle anderen Mitglieder fahren auf den Radio Hill, von dem man eine schöne Aussicht auf die Startrampe der Rakete hat.

Am Donnerstag wurde jedoch nicht gestartet, da es zu viele Windböen gab, wodurch die Berechnung der Raketenbahn nicht möglich ist. Wir haben fast 2 Stunden umsonst auf dem Hügel bei starkem Wind und gefühlten -10°C gewartet.

Am Freitag, den 18.03.2016 ist die nächste Möglichkeit für den Raketenstart und der Countdown startet schon um 4 Uhr morgens. Damit das Experiment des Teams LIME auch Daten sammeln kann, ist der Start dann um 10 Minuten verschoben worden.
Unsere REXUS19 Rakete Startet um 6:10 Uhr MEZ. 40 Sekunden und Sie befindet sich, trotz Wolken klarem Himmel, außer Sichtweite. Nach zwei Minuten ist die Rakete an ihrem Höchsten Punkt und unser Experiment stoßt die Kapsel MIRKA2 ins Freie.

 

Fünf Minuten nach dem Raketenstart ist der Einschlag der Kapsel im Schnee. Und wir erhalten Lebenszeichen der Kapsel. GPS-Positionsdaten, Druck und Temperatur. Genau wie wir es wollten.

Die Bergung der Kapsel und des Moduls wird von der Rescue Crew übernommen. Dank den Guten Augen des Piloten wurde unsere Kapsel in nur 5 Minuten gefunden. Ein kleines Loch ist im 1,5 Meter hohen Schnee zu sehen.

Mit der Bergung der Kapsel und des Moduls geht es auch schon weiter. Material auswerten und Beschädigungen suchen und dokumentieren. Die Kapsel wird wie in einer Herz Operation auseinander genommen und alle Platinen Teile werden überprüft. Genauso wird das Module auseinander genommen und alle Daten von den Speicherkarten werden auf die Laptops überspielt. Danach wird alles zusammen gepackt, damit es zurück nach Stuttgart verschifft werden kann.

Nach der Nachbesprechung der Raketenstarts, vorläufigen Daten und Bildmateriallen, gibt es ein großes Abschlussessen um die Kampange abzurunden.

Früh im Morgen geht es dann für alle anwesenden wieder zurück nach Deutschland. Es waren zwei sehr lange Wochen für alle Beteiligten, doch es hat sich gelohnt. Unser Experiment ist geflogen und hat wie gewollt Daten gesendet.

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